Sarah Straßmann

THE VOID_NOTHING BUT SPACE

 

Entsprechend dem englischen Begriff „void“ zeigt Sarah Strassmann in ihren Werken nahezu leere bzw. leer geräumte Räume, die vor allem eines kennzeichnen: sie sind im materiellen Sinne nahezu leer. Die auf den ersten Blick vertrauten Sujets, ausnahmslos im heimischen Kontext zu finden, lösen bei näherer Betrachtung ambivalente Gefühle aus.

 

Was zunächst einladend erscheint, wirkt plötzlich abweisend, was anfänglich anheimelnd ist, wird kurz darauf als unheimlich empfunden. Subtil deutet Sarah Straßmann im Kontext von Bildausschnitt, Perspektive und Lichtstimmung das Unheimliche an und lädt die alltäglichen Motive mit spürbarer Tiefe auf.

 

Das gänzliche Fehlen von Objekten, die innerhalb des Raumbehältnisses als Bedeutungsträger fungieren könnten, fokussiert die Spurensuche auf die architektonische Grundstruktur und lässt jede Unregelmäßigkeit der Oberflächen und jede Abnutzungserscheinung zu einem bedeutsamen Hinweis auf das Vergangene erscheinen. Genau diese scheinbar unwesentlichen Details rufen individuelle Assoziationen hervor, die Sarah Straßmann mit persönlichen Erinnerungen sowie bestimmten Raumsituationen und Lichtstimmungen verbindet.

 

Der Betrachter erkennt, dass Raum und Erinnerung stark mit einander verknüpft sind. Sobald sich eine persönliche Verbindung zu einem bestimmten Platz herstellen lässt, entwickelt sich dieser von einem Nicht-Ort hin zu einem persönlichen Raum. Dieser muss selbstverständlich nicht nur positive Erinnerungen hervor rufen. Der Betrachter bleibt mit seinen eigenen Bildern, Raumwahrnehmungen und Identitätsfragen zurück. Es ist die Erinnerung, die bleibt.

 

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